Screenplay: Reinhold Böhm, Peter Kleinert, Yoash Tatari, Wilfried Kaute, Reinhold Böhm, Wolfram Seeger, Peter Kleinert, Yoash Tatari, Wilfried Kaute
Broadcasted by: WDR
Production Company: Kölner Film- und Videogruppe
freitag.de Der Kampf um den Erhalt der Rheinpreußensiedlung
Produktionszeit 1977-1979
Nachdem sie jahrelang vergeblich gegen den geplanten Abriß ihrer Zechenhaussiedlung in Duisburg-Homberg protestiert hatten, sahen die Bergarbeiterfamilien und ihre Unterstützer keine andere Möglichkeit mehr, als in einen siebentägigen Hungerstreik zu treten. Das taten sie - um die Öffentlichkeit über die Haltung der Stadt Duisburg zu informieren - im Sommer 1977 vor dem Rathaus.
Starke Unterstützung durch andere Zechenhausinitiativen, die ihre Bergarbeitersiedlungen ebenfalls von Abriß und danach geplanten Hochhaus-Neubauten bedroht sahen, war das Ergebnis. Künstler aus dem ganzen Ruhrgebiet wie Frank Baier und Fasia Jansen nahmen an Solidaritätsveranstaltungen vor dem Rathaus teil.
Duisburgs SPD-Oberbürgermeister Krings blieb am Ende nichts anderes übrig, als die Hungerstreikenden im Rathaus zu empfangen und anzuhören. Es dauerte trotzdem noch drei Jahre, bis die Rheinpreußen ihre Forderung nach Erhalt der Siedlung durchgesetzt hatten. Doch ihr Hungerstreik spielte dabei eine wichtige Rolle.
Wir erhielten für diesen Film 1978 den Adolf-Grimme-Preis in Gold.
Im Pressedienst der Evangelischen Kirche, der in seinem Bericht über die Preisverleihung diese ausdrücklich begrüßt hatte, griff in einem Offenen Brief WDR-Fernsehdirektor Heinz Werner Hübner die Jury des Deutschen Volkshochschulverbandes scharf an. Der Film sei völlig unjournalistisch und einseitig und hätte den Preis deshalb auf keinen Fall zugesprochen bekommen dürfen. Das gelte auch für den zweiten Preis in Gold, den die Jury Klaus von Wildenhahn für seinen Dokumentarfilm "Emden geht nach USA" verliehen hatte.
"Der Gewerkschafter" von IG Metall schreibt, nachdem wir 1979 den dritten Film über den am Ende erfolgreichen Kampf der "Rheinpreußen"-Initiative gesendet hatten, unter der Überschrift "Exakter als der beste Spielfilm": Kontinuierlich dokumentierte die Film-Gruppe den anhaltenden und zähen Kampf der Bürgerinitiative von Rheinpreußen in Duisburg. In drei Filmfolgen wurde dieser Kampf um den Bestand einer alten Zechensiedlung im Ruhrgebiet begleitet. Die Filmemacher waren bei den Hungerstreiks vor dem Rathaus, bei der Großbank in Frankfurt und schließlich auch bei dem hart erkämpften Sieg. Mit einem Adolf-Grimme-Preis in Gold wurde einer dieser Filme über die Bewohner der Siedlung ausgezeichnet.
Nachdem sie jahrelang vergeblich gegen den geplanten Abriß ihrer Zechenhaussiedlung in Duisburg-Homberg protestiert hatten, sahen die Bergarbeiterfamilien und ihre Unterstützer keine andere Möglichkeit mehr, als in einen siebentägigen Hungerstreik zu treten. Das taten sie - um die Öffentlichkeit über die Haltung der Stadt Duisburg zu informieren - im Sommer 1977 vor dem Rathaus.Starke Unterstützung durch andere Zechenhausinitiativen, die ihre Bergarbeitersiedlungen ebenfalls von Abriß und danach geplanten Hochhaus-Neubauten bedroht sahen, war das Ergebnis. Künstler aus dem ganzen Ruhrgebiet wie Frank Baier und Fasia Jansen nahmen an Solidaritätsveranstaltungen vor dem Rathaus teil.Duisburgs SPD-Oberbürgermeister Krings blieb am Ende nichts anderes übrig, als die Hungerstreikenden im Rathaus zu empfangen und anzuhören. Es dauerte trotzdem noch drei Jahre, bis die Rheinpreußen ihre Forderung nach Erhalt der Siedlung durchgesetzt hatten. Doch ihr Hungerstreik spielte dabei eine wichtige Rolle.Wir erhielten für diesen Film 1978 den Adolf-Grimme-Preis in Gold.Im Pressedienst der Evangelischen Kirche, der in seinem Bericht über die Preisverleihung diese ausdrücklich begrüßt hatte, griff in einem Offenen Brief WDR-Fernsehdirektor Heinz Werner Hübner die Jury des Deutschen Volkshochschulverbandes scharf an. Der Film sei völlig unjournalistisch und einseitig und hätte den Preis deshalb auf keinen Fall zugesprochen bekommen dürfen. Das gelte auch für den zweiten Preis in Gold, den die Jury Klaus von Wildenhahn für seinen Dokumentarfilm \"Emden geht nach USA\" verliehen hatte.\"Der Gewerkschafter\" von IG Metall schreibt, nachdem wir 1979 den dritten Film über den am Ende erfolgreichen Kampf der \"Rheinpreußen\"-Initiative gesendet hatten, unter der Überschrift \"Exakter als der beste Spielfilm\": Kontinuierlich dokumentierte die Film-Gruppe den anhaltenden und zähen Kampf der Bürgerinitiative von Rheinpreußen in Duisburg. In drei Filmfolgen wurde dieser Kampf um den Bestand einer alten Zechensiedlung im Ruhrgebiet begleitet. Die Filmemacher waren bei den Hungerstreiks vor dem Rathaus, bei der Großbank in Frankfurt und schließlich auch bei dem hart erkämpften Sieg. Mit einem Adolf-Grimme-Preis in Gold wurde einer dieser Filme über die Bewohner der Siedlung ausgezeichnet.
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